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Unterbinden d. Abtauens b. Luft-Luft Wärmepumpen sinnvoll?
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Angeregt durch diesen Post https://forum.iobroker.net/post/1321776 sowie bereits einigen ähnlichen zuvor, möchte ich die Frage lt. Titel gerne mal zur Diskussion stellen.
Alleine der Energiderhaltungssatz lässt mich daran zweifeln, dass nan damit Energie einsparen kann, indem man (kurz) vor dem Abtauvorgang die Wärmepumpe anhält, "irgendwie" das Abtauen ohne Energiezugabe bewerkstelligen kann, u d dann die Wärmepumpe wieder anstellt.
Ich selber habe eine Daikin Altherma 3, Heating only, also kein Warmwasser, Heizung mit 35 Jahre alter Fußbodenheizung. Systemtrennung bei Wärmepumpenkreis und Fußbodenheizung.
Die rein außentemperaturgeführte Heizkurve hat bei 0°C Außentemperatur eine Vorlauftemperatur im Primärkreis von 33°C und im Heizkreis von etwa 30°C.
Dadurch benötige die WP natürlich weniger Temperaturdifferenz zum Erreichen der Solltemperatur, als bei Warmwasser mit 65°C und kühlt den Kondensor nicht soweit herunter, was weniger Abtauvorgänge bewirkt.
Trotzdem kommt es auch dann zu häufigerem Abtauen, wenn..
- Die Außentemperatur nahe oder unter 0°C
- Die Luftfeuchte sehr hoch und somit
- Die Ausblastemperatur nahe oder unter dem Taupunkt und beides unter dem Gefrierpunkt liegt.
Die Wärmepumpe versucht nach meiner Beobachtung so lange wie möglich mit der Ausblastemperatur über dem Taupunkt zu liegen

sobald das nicht mer möglich ist kommt es zu häufigerem Abtauen

Was soll jetzt Abschalten bringen?
Die Luft kann kaum noch Feuchte aufnehmen, Verdunstung nahezu ausgeschlossen.Die bereits angefrorene Wärmepumpe hat eine entsprechend hohe (negative) Wärmekapazität, dass bei einer solchen Temperatur sich auch gar nichts tut.
Eine Erhöhung der Lüfterdrehzahl, was die WP sowieso schon von selber macht, führt höchstens noch zur weiteren Abkühlung durch Erhöhung der Verdunstungskälte.Wenn man jetzt wirklich so lange wartet, bis die WP frei ist, benötigt man durch das Aussetzen ser Heizung die fehlende Energie zusätzlich um wieder auf Temperatur zu kommen.
Dass die Außentemperatur alleine nich "schuld" an den häufigen Abtauvorgängen ist, kann man hier sehen

selbst bei -7°C nur einzelne Abtauungen, und ab 12:00 ist die Ausblastemperatur immer noch bei -4°C, trotzdem kommt keine weitere Abtauung mehr vor.
Der Taupunkt liegt jetzt nämlich ebenfalls auf gleichem Niveau.
Bei "hoher" trockener Kälte ko mt es fast gar nicht zu Abtauungen.Ich hoffe ich habe jetzt nichts vergessen